Die Kunst der Tsuba — Ein Universum in der Handfläche
Das Tsuba ist eine Metallgarnitur an der Schwertbasis, deren künstlerischer Wert dem des Blatts gleichkommt.
Die praktische Ära: Tsuba aus der Kamakura- und Muromachi-Zeit waren hauptsächlich einfache Eisenstücke mit Durchbruchverzierungen. Owari-Sukashi und Katchushi-Tsuba sind repräsentativ für diese Ära.
Die dekorative Ära: In der friedlichen Edo-Zeit entwickelten sich Tsuba zu echten Kunstwerken. Die Shoami-Schule beherrschte Shakudo und Goldeinlagen und schuf Meisterwerke.
Die Goto-Schule: Eine prestigeträchtige Linie, die vom Muromachi bis zur Edo-Zeit als offizielle Metallarbeiter des Shogunats diente. Ihre Technik der Takabori-Goldarbeit auf Shakudo-Nanako-Grund ist als „Goto-bori" bekannt.
Yokoya Somin: Gilt als der Gründer der Machi-Bori (Stadtschnitzerei), revolutionierte er die Metallverarbeitung mit malerischer Katakiri-Bori. Seine Technik, Blumen, Vögel, Wind und Mond frei auszudrücken, hatte tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen.
Tsuba sind auch ein idealer Einstiegspunkt für Schwertsammler. Sie beginnen mit relativ erschwinglichen Preisen und können ohne großen Platzbedarf gesammelt werden.